Drei von Uns – Martina Hauler, Aziz Demirtas und Marcus Gärtner engagieren sich als Countrymanager für Japan

With 0 Comments, Category: Team,

Drei_von_uns

1. Warum seid ihr Countrymanager von Japan, was verbindet Euch mit dem Land?

Aziz:Japan fasziniert mich schon seit meiner Jugend. Ich habe mich auf vielen Ebenen mit Japan beschäftigt: zunächst im Sport, dann im Studium und später privat. Mein 2-jähriger Aufenthalt in der alten Kaiserstadt Kyoto hat den Funken für Japan zum Glühen gebracht. Da ich, wie Marcus auch, u.a. Mitgründer der Städtepartnerschaft Frankfurt und Yokohama bin, war die Frage "Country-Manager für Japan" leicht mit JA zu beantworten. Was verbinde ich mit Japan: Disziplin, Fleiß und die Leidenschaft nach Perfektion.

Martina: Ich bin Japan-Countrymanagerin, weil ich mich seit mehreren Jahren schon intensiv mit dem Land, seiner Kultur und Sprache beschäftige. Ein Schlüsselmoment war für mich die erste Begegnung mit meiner japanischen Freundin Makiko auf einer Hochzeit in Lettland. Es gab zwischen uns sofort ein Gefühl der tiefen Verbundenheit, obwohl wir uns zum ersten Mal trafen. Es fasziniert mich, wie in Japan scheinbare Gegensätze harmonisch nebeneinander im Alltag bestehen. Auf der einen Seite die sehr tief verwurzelte Tradition und auf der anderen Seite die große Aufgeschlossenheit, besonders allen technischen Neuerungen gegenüber.

Marcus: Als ich gefragt wurde, das COC als Country-Manager für unseren Weltkongress zu unterstützen, musste ich nicht lange nachdenken, denn mit Japan bin ich beruflich, privat und ehrenamtlich eng verbunden. Meine Liebe zu diesem Land kam durch meinen Beruf, denn als Designer ist Japan mit seinem Kontrast zwischen Moderne und Tradition besonders spannend. Ehrenamtlich engagiere ich mich zudem in der Deutsch-Japanischen Gesellschaft und konnte die Städtepartnerschaft zwischen Frankfurt und Yokohama mitgestalten. Persönlich faszinieren mich die Kultur, Innovationskraft und Menschen dieses Landes immer wieder aufs Neue.

2. Welche Erwartungen haben die Japaner vom WEKO in Leipzig?

Aziz: Japan hat ein sehr positives Bild von Deutschland - sowohl kulturell als auch wirtschaftlich. Daher erwarten die Japaner von uns auf diesen Ebenen eine große Vielfalt. Aufgrund der Tatsache, dass Japaner wenig Urlaub haben, werden sie sich wünschen, so viel wie möglich "mitzunehmen". Daher sollten wir unseren japanischen Freunden einiges bieten in den Bereichen: Firmenbesichtigungen, Sightseeing und kulinarische Spezialitäten.

Martina: Als größter Nationalverband von JCI planen die Japaner mit einer großen Delegation in Leipzig teilzunehmen. Sie möchten aber auch die Möglichkeit nutzen um für den WEKO 2015 in Kanazawa im eigenen Land zu werben.

Marcus: Unsere japanischen Freunde freuen sich auf einen Weltkongress in einem Land das kulturell viel zu bieten hat. Die Themenschwerpunkte unserer Konferenz sind auch für die japanische Gesellschaft von besonderer Relevanz.
Auch das Sightseeing und kulinarische Spezialitäten werden auf besonderes Interesse stoßen.

3. Welche Fragen interessieren die Japaner am meisten?

Aziz: Die Herausforderungen der Zukunft sind für Japan ähnlich wie die für Deutschland: Demographischer Wandel, Mangel an Ressourcen, Wettbewerbsfähigkeit. Das Interesse nach "Best Practices" ist sehr hoch. Daher passen die WEKO-Themen hier sehr gut. Japaner sind sehr wissensdurstig. Sie sind neben aktuellen Fakten auch immer an der Historie interessiert.

Martina: Die Japanische Delegation ist sehr interessiert an der Möglichkeit sich über den Weg von Firmenbesichtigungen und Gesprächen ein Bild von der Wirtschaftskraft Sachsens, insbesondere im Automobilsektor, zu machen. Auch das Thema Energiewende ist wegen der aktuellen Situation im eigenen Land sehr interessant für die Japaner. Aber auch lokale Attraktionen wie z.B. der Leipziger Zoo finden große Beachtung.

Marcus: Das Thema erneuerbare Energien wird weit oben auf der Liste der Japaner stehen aber auch wie wir mit Herausforderungen umgehen die wir mit den Japanern gemeinsam haben, wie z.B der Demographische Wandel und die wie wir als weit entwickelte Industrienation uns im internationalen Wettbewerb behaupten können. Firmenbesichtigungen im Bereich Automotive, Pharma und Energiewirtschaft werden hier großen Zulauf finden.

4. Wie läuft der Austausch zwischen Euch und den Japanern? Fliegt ihr hin? Gibt es Telkos?

Aziz: Das Japan-Team ist im regelmäßigen Kontakt mit unseren japanischen JCI-Freunden. Wir müssen jetzt schon die ersten Herausforderungen bzgl. Locations meistern. Da Japan voraussichtlich die mit Abstand größte ausländische Delegation stellen wird, müssen wir im Bereich der Logistik gut arbeiten.

Martina: Wir werden zusammen Anfang Juni mit einer Delegation unter der Führung der Konferenzdirektoren Tim und Chris sowie unseres International Officers Horst Wenske vor Ort in Yamagata auf der ASPAC (Asian-Pacific-Conference) die Werbetrommel rühren. Der persönliche Austausch ist sehr wichtig, so dass die Japaner auch zu mehreren Site-Inspections anreisen um für ihre Delegation alles perfekt zu planen.

Marcus: Unser Team steht im ständigen Austausch mit unseren japanischen Freunden. Gerade für die Japan Night laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren. Auch die komplette Infrastruktur (Hotels, Shuttles, Receptions) müssen wir mit unseren COC Kollegen für eine so große Delegation besonders gut abstimmen. Auf der ASPAC in Yamagata werden wir für Leipzig werben um nicht nur Japaner sondern auch Jaycees aus den Nachbarländern zum Weltkongress einzuladen.

Du hast Fragen an Martina, Aziz oder Marcus? Dann melde Dich unter japan@jciwc2014.com

Die Interviews führte Katalin Birta.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.